Flutkatastrophe 2021

Pro Quadratmeter 182 Liter Niederschlag! Mit großer Wucht vom Himmel gefallen Mitte Juli 2021 in Nachrodt-Wiblingwerde im Märkischen Kreis. Also hier, mitten in Deutschland. Nicht etwa dort, wo man Solches kennt, wo dies in Form intensiver Monsunregen oder gewaltiger Wirbelstürme üblich ist und genauso zuverlässig auch alles zerstört, was im Weg ist.

182 Liter: Das ist so viel Regen, wie am selben Ort üblicherweise in zwei Monaten, also binnen 60 Tagen fällt. Nur dieses Mal haben sich die Wassermassen gerade einmal 72 Stunden Zeit genommen. Andernorts wurden ganze Häuser weggespült, Bahntrassen unterhöhlt, Brücken weggefegt und Autobahnteilstücke sind wie vom Erdboden verschwunden. Die Wasser-, Gas- und Stromversorgung ist zum Teil komplett zusammengebrochen.

Die Schadenhöhe wird je nach Quelle auf insgesamt mehr als 10.000 Mio. (10 Mrd.) Euro geschätzt. Als wäre dies alles nicht schon verheerend genug, sagen die ForscherInnen des KIT in Karlsruhe und des PIK in Potsdam voraus, dass diese Ereignisse hinsichtlich Häufigkeit und Umfang bei uns (massiv) zunehmen werden.

Im Betrachtungszeitraum 2000 bis 2020 beispielsweise haben sich wetterbedingte Extremereignisse – wie z.B. Hochwasser – in unseren Breitengraden gegenüber vergleichbaren Zeiträumen verdoppelt. Die einzig gute Botschaft, die man dieser Katastrophenlage entnehmen kann, ist die allseits wahrzunehmende Solidarität unter den Menschen. Persönlich abgeleistete Hilfe vor Ort und immense Spendenleistung deutschlandweit – an der sich aus Gründen verspürter Solidarität auch die VVM-Assekuranz GmbH in angemessenem Umfang beteiligt hat.

Was tun? Wie können wir unser Hab und Gut schützen? Zumindest die finanziellen Folgen derartiger Naturkatastrophen abfedern? Dies sind aufrüttelnde Fragen. So konnten wir über die Medien erfahren, dass bei Weitem nicht alle von Schäden Betroffenen auf Versicherungsleistungen hoffen können. Weshalb eigentlich nicht? Ganz einfach: Weil – je nach Region – zwischen 54 und 88 Prozent aller Gebäude in unserem Land gar nicht versichert sind gegen diese Art von Gefahr. Manche wollen sich schlicht nicht versichern, um Geld zu sparen. Andere können sich – je nach Lage ihrer Gebäude – die Prämie für den Schutz nicht mehr leisten. Wieder Anderen wird es extrem erschwert, sich zu versichern, weil ihre Gebäude an Orten stehen, die für Versicherungsgesellschaften als besonders prekär gelten.

All dies war aber einmal anders: Insbesondere in Süddeutschland existierte bis zum 1. Juli 1994 eine Pflichtversicherung, die bei staatlichen Monopolanstalten untergebracht war. Jedes Gebäude, egal, wo es stand, war versichert – zumindest gegen Feuer und Sturm-Hagel. In Baden-Württemberg sogar gegen die weiteren Elementargefahren wie z.B. Hochwasser und Erdbeben. Dieses System wurde jedoch aufgegeben zugunsten des freien Versicherungsmarktes. Was u.v.a. dazu führte, dass sich die Versicherungsdichte bzgl. dieser existenzbedrohenden Risiken mehr als halbiert hat und bereits fünf Jahre nach Marktöffnung die Beiträge für die Hausbesitzer etwa um den Faktor 1,5 (also + 50 Prozent) gestiegen sind.

Wer übrigens nicht versichert ist und daher auf staatliche Unterstützung hofft, darf dies gerne tun. Und es wird im Nachgang nach sorgfältiger Abwägung der jeweiligen Einzelfälle auch eine solche geben. Allerdings bei weitem nicht in der Höhe des jeweils entstandenen Schadens. Es handelt sich bei dieser z. T. bereits eingeleiteten Maßnahme um eine monetär äußerst begrenzte Notfallhilfe.

Fazit
Prüfen Sie unbedingt und unverzüglich Ihren Versicherungsschutz für Ihre immobilen Vermögenswerte mit besonderem Blick auf die „weiteren Elementargefahren“. Wir stehen Ihnen für sämtliche Fragen zu diesem Thema gerne und überdies sehr fachkundig zur Verfügung.
Rufen Sie uns einfach an oder mailen Sie uns…

VVM Assekuranz-Dienstleistungen GmbH
71665 Vaihingen / Enz
Telefon: 0 70 42 / 370 08 70
Mobil: 01 71 / 755 39 29
Privat: 0 70 42 / 46 26
Fax: 0 70 42 / 370 08 80
E-Mail: rapp@vvm-rapp.de